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Früher galt die Maxime, Unfallopfer nach einer Notversorgung möglichst rasch in das nächstgelegene Krankenhaus zu transportieren.
Heute gilt statt dessen, ein Notarztteam und notfallmedizinische Ausrüstung so rasch wie möglich zum Patienten zu bringen. So gewinnt man wertvolle Zeit für die Erstversorgung und um den Zustand des Patienten zu stabilisieren.
Wichtige Behandlungsschritte können sofort eingeleitet werden, was die Überlebens-Chance steigert und das Risiko von Folgeschäden vermindert.
Unsere Notarztteams
Ein Notarztteam besteht mindestens aus einem Notarzt und einem Notfallsanitäter.
Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) fährt im Rendezvoussystem mit dem nächststehenden Rettungswagen – das heißt, dass sowohl NEF und Rettungswagen mit jeweiligem Team beim Patienten eintreffen.
Dies hat zwei Vorteile: Das Notarztteam ist – wenn es nach der Notfallversorgung des Patienten für den Weitertransport nicht erforderlich ist – sofort frei für einen eventuellen nächsten Einsatz; in diesem Fall transportiert der Rettungswagen den Patienten bei Bedarf ins Krankenhaus.
Optimale Unterstützung für diese bodengebundenen Notarztdienste sind die Notarzthubschrauber.
Der Bezirk Schwaz verfügt derzeit über vier Notarztsprengel, die einheitlich über die Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes alarmiert werden. In den Notarztsprengeln Vorderes Zillertal, Hinteres Zillertal und Achensee trifft sich der Notarzt dabei direkt am Einsatzort mit den Einsatzkräften des Roten Kreuzes Schwaz. Der Sprengel Vorderes Zillertal war dabei überhaupt eine der treibenden Kräfte für das Zustandekommen eines flächendeckenden Notarztsystemes im Bezirk Schwaz.
Im Großraum Schwaz ist man seit einiger Zeit noch einen Schritt weiter gegangen. Am 16.8.1999 wurde die Organisation des seit Oktober 1998 bestehenden Notarztsystems durch den Gemeindeverband Schwaz/Umgebung an das Rote Kreuz Schwaz übertragen. Damit war erstmals im Bezirk Schwaz ein stationsgebundenes Notarztsystem möglich geworden, also die komplette Integration des Notarztes in den Dienstbetrieb des Roten Kreuzes. In den Anfangsmonaten wurde dabei sowohl mit niedergelassenen Ärzten (Notarzt im Roten Kreuz in Schwaz stationiert, Ausfahrt mit Sanitäter) als auch niedergelassen Ärzten im Rendezvous-System (Praktische niedergelassene Ärzte, lenken NEF selbst) gearbeitet. Am Anfang war das Verhältnis dieser beiden Einsatzsysteme 50:50.
Im Laufe der ersten Monate (bis Dezember 1999) hat sich die das Stationsystem mehr und mehr durchgesetzt - nicht zuletzt wegen des Wegfallens einiger niedergelassener Ärzte. Seit dem Jänner 2000 gibt es daher ein stabiles Verhältnis von 65 % Stationsbetrieb zu 35 % Rendezvoussystem.
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