Stationsbetrieb
– das heißt, dass der Notarzt mit einem Notfallsanitäter und Einsatzfahrer zu den Einsätzen ausrückt. Dieses Zusammenspiel hat sich international als beste Variante seit vielen Jahren durchgesetzt. In Schwaz wurde die Verantwortung für das Notarztsystem für den gesamten Großraum genau am 16. August 1999 dem Roten Kreuz Schwaz übergeben. Kurz nach der Evakuierung des Stadtteiles Ried durch den Felssturz am Eiblschrofen wollte das Notarztsystem 24 Stunden 365 Tage lang besetzen. Initiator dieses Stationsbetriebes war der Schwazer Bürgermeister Dr. Hans Lintner. Aus diesem Grund überreichte der für den Gemeindeverband Schwaz/Umgebung verantwortliche Bürgermeister – Dr. Hans Lintner – 10 Jahre später dem Roten Kreuz Schwaz eine Dankesurkunde.
1 Fahrzeug – 57.000 freiwillige Stunden„
Den Gemeindeverantwortlichen ist sehr genau bewusst, was Notärzte, sowie freiwillige und hauptamtliche Notfallsanitäter in den vergangenen zehn Jahren geleistet haben. Vor allem mehr als 57.000 freiwillige Stunden allein auf dem NEF Schwaz sind natürlich eine beeindruckende Leistung und ein Einsparungspotenzial für die Gemeinden, das man nicht hoch genug schätzen kann“, so Hans Lintner.Ein Zeichen für die Qualität des Notarztsystemes in Schwaz ist auch die Entwicklung der Einsatzzahlen, die sich seit mehreren Jahren konstant zwischen 1200 und 1300 Einsätzen pro Jahr bewegen. „Das ist ein Zeichen dafür, dass das Rote Kreuz Schwaz mit dieser wertvollen Einsatzressource sehr bewusst umgeht und vor allem die Leitstelle Schwaz in der Telefonabfrage der Notfälle ausgezeichnet arbeitet“, hält RK-Bezirksstellenleiter Heinrich Waldner fest.
Hochqualifizierte Notärzte
Verantwortlich für die hohe Qualität der notärztlichen Versorgung im Großraum Schwaz sind vor allem die Notärzte, die dieses System am Leben erhalten. Mit den NEF Schwaz und den ersten zehn Jahren ist hier ein Name besonders verbunden: Dr. Markus Oehm. Er leitete neun der ersten zehn Jahre das Notarztteam des NEF-Schwaz, koordinierte die Zusammenarbeit mit dem Bezirkskrankenhaus und war bei rund 2500 Einsätzen selbst im Einsatz. Dazu gratuliert auch Primar Dr. Günther Niessner, dem der Roten Kreuz Schwaz als ärztlicher Berater seit vielen Jahren zu Seite steht. „Den Notärzten im NEF-System Schwaz ist es gelungen, in einem der wichtigsten Ballungsräume Tirols ein stabiles Notarzt-System aufzubauen, das höchste internationale Qualitätsstandards erfüllt.“
Zehn Jahre eine Vielzahl an Innovationen
In diesen zehn Jahren wurde vom Notarztsystem Schwaz auch ungeheure Innovationskraft gezeigt – vor allem in der Zusammenarbeit mit dem Bezirkskrankenhaus Schwaz. „Wir waren eine der ersten, die es geschafft haben, direkt vom Notfallort ein EKG des Patienten ins Krankenhaus zu senden, um noch vor Ort gemeinsam die beste Therapie zu besprechen“, erzählt Primar Dr. Hermann Kathrein, der als externer Qualitätsbeauftragter dem Notarztsystem in Schwaz zu Seite steht. Auch bei der präklinischen Lyse, einer innovativen Behandlungsform für Herzinfarktpatienten war man in Schwaz an vorderster Front.
Einsatzzahlen der vergangenen fünf Jahre:
| 2009 (erstes Halbjahr) |
612 |
| 2008 |
1262 |
| 2007 |
1246 |
| 2006 |
1270 |
| 2005 |
1189 |