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Es ist ein alltägliches Bild: Menschen werden bei Unfällen oder anderen Unglücken verletzt oder getötet. Die alarmierten Einsatzkräfte unternehmen ihr Möglichstes, um den Verunglückten in ihrer Lage zu helfen, Leben zu retten bzw. zu erhalten. Angehörige und Freunde bleiben nach einem Unglück oft in ihrem Schmerz allein. Sie haben niemanden, der mit ihnen das Erlebte aufarbeitet und sie weiter betreut. Manche sind auffallend ruhig und ziehen sich zurück, andere schreien und weinen völlig verzweifelt. Dieses Verhalten zeigen die Betroffenen meist unmittelbar (bis ca. zwei Stunden) danach. Diese Zeit wird als "peritraumatischer Zeitraum" bezeichnet.
Um auch Menschen in psychisch schweren Situationen zu helfen wurde vom Roten Kreuz eine eigenen Einsatzmannschaft gebildet: Das Krisen-Interventions-Team. Die Aufgabe der Kirsenintervention besteht darin, das zeitliche Fenster zwischen dem Ende des Rettungsdiensteinsatzes und dem Greifen des sozialen Netzes zu schließen, die Angehörigen zu stabilisieren und bei organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen. Die Einsatzarten reichen von Einsätzen im Rettungsdienst, bei Großschadensereignissen sowie auch die Betreuung von Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen, erklärt RK-Geschäftsführer Paul Hecher. Aber nicht nur Menschen nach Unglücken benötigen psychologische Unterstützung. Auch ältere und kranke Menschen, die nach belastenden Erlebnissen nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll und sich in einer für sie aussichtslosen Situation befinden, bekommen Hilfe vom Roten Kreuz durch die Krisenintervention.
Das Kriseninterventionsteam besteht aus freiwilligen Laienhelfern, die nach einer intensiven Ausbildung in der Lage sinds, psychologische Erste Hilfe zu leisten und bei organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen.
Die Hilfe der Krisenintervention dehnt sich auch auf die Einsatzkräfte aus. Mitarbeiter der einzelnen Hilfsorganisationen können für die Aufarbeitung eines Einsatzerlebnisses psychischer Hilfe bedürfen. Vor allem hilft es hier sehr oft, wenn die Einsatzkräfte das Erlebte in einem Gespräch untereinander verarbeiten können. |
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