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Geschrieben von Melanie Sporer   

Rettungsleitstelle Schwaz

 

Das Herz des Rettungsdienstes befindet sich in der Kommunikationszentrale, der sog. Rettungsleitstelle.
Hier werden bereits wenige Sekunden nach der Notrufannahme wichtige, oftmals lebensrettende Entscheidungen durch den Leitstellendisponenten getroffen. Es liegt im Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Leitstellendisponenten, diese wichtigen Entscheidungen der Einsatzmittelauswahl zu treffen. Es werden durch spezielle Abfrageschemen jene Informationen gewonnen, die für die Abwicklung des Einsatzes erforderlich sind. Die Rettungsleitstelle entscheidet unverzüglich über Priorität, sowie Art und Anzahl der einzubindenden Rettungsmittel. Oftmals werden noch während der Anfahrt der Rettungs- und Notarztmittel  Anleitungen zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen gegeben.
Die Rettungsleitstelle Schwaz hat im Jahr 2005 ca. 40.000 Transporte und Einsätze disponiert.

 

Regionalität bedeutet Service

Die integrierte Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes Schwaz ist eine starke Servicestelle für die Bevölkerung im Bezirk Schwaz.

Längst ist die Annahme der Notrufe über die Notrufnummer 144 nicht mehr die einzige Aufgabe der Leitstellendisponenten. Vielmehr werden über die Rettungsleitstelle Schwaz auch alle bodengebundenen  Notarztmittel, die Wasserrettung im Bezirk, das Kriseninterventionsteam sowie Teile der Bergrettung (Backup zur ILL) alarmiert. Außerdem bedeutet das Wissen der Leitstellendisponenten um regionale Besonderheiten einen zusätzlichen Service für die Bevölkerung. Viele Menschen rufen in der Rettungsleitstelle an, um sich mit ihren kleineren, aber oft auch größeren Problemen an jemanden zu wenden. Die Rettungsleitstelle ist somit auch Ansprechpartner für viele Hilfesuchende.

Neben all diesen Serviceleistungen ist die Rettungsleitstelle aber auch ein wichtiges betriebliches Element.

Durch effiziente Steuerung der eigenen Rettungsmittel ist es möglich, wesentlich zu einer Kostenreduktion beizutragen.

Auch diese Steuerung mit regionalem Blickwinkel und Bedacht auf die Sicherheit ist ein wesentliches Servicemerkmal der integrierten Rettungsleitstelle Schwaz.


Der Disponent, Multitalent ständig unter Spannung

Bei den Disponenten handelt es sich um hauptberufliche Mitarbeiter in sehr verantwortungsvoller Position, sie werden an Wochenenden und teilweise in der Nacht von Freiwilligen unterstützt. Die Arbeit in der Rettungsleitstelle erfordert hohe fachliche Kompetenz, ein großes Erfahrungspotential und extrem hohe Belastbarkeit. Denn mit der Annahme eines Notrufes ist es in der Regel nicht getan. Dem Anrufer bleiben die meisten Vorgänge die gleichzeitig im Hintergrund ablaufen verborgen.
So wird bereits während des Gesprächs über die benötigten Einsatzmittel entschieden, bedacht welche Reserven zur Verfügung stehen, die entsprechenden Einsatzkräfte alarmiert, mit genauen Ortsangaben bzw. Wegbeschreibungen die Mannschaften punktgenau zum Notfallort dirigiert und unterstützt.
Ein wesentlicher und entscheidender Teil in der Notrufabfrage ist die Anleitung zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Dies erfolgt parallel zur Alarmierung und dauert in besonderen Fällen bis um Eintreffen der Rettungsmannschaft am Einsatzort.
Dem Disponenten stehen hierfür Hilfsmittel wie Einsatzleitrechner, EDV gestützte geographische Informationssysteme, herkömmliche Karten und Abfrageschemen zur Verfügung. Mit all diesen Komponenten plus dem „Fingerspitzengefühl“ des Disponenten, welches niemals von einem Computer ersetzt werden kann, wird so buchstäblich die Nadel im Heuhafen gefunden.


Wirtschaftlichkeit Rund um die Uhr


Neben der Einsatzdisposition ist die Rettungsleitstelle ein wichtiges Steuerungsinstrument für innerbetriebliche Abläufe und betriebswirtschaftiche Umsetzungen sowie als Serviceeinrichtung für die Bevölkerung. Die Rettungsleitstelle ist 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr für Sie da. Seit dem Jahr 1992 betreibt das Rote Kreuz Bezirksstelle Schwaz die Rettungsleitstelle für den politischen Bezirk Schwaz. Es war immer unsere Intention eine Leitstelle für einen überschaubaren Bereich mit vertretbaren Kosten zu installieren. Die Statistik der letzten Jahre zeigt, dass die erzielten betriebswirtschaftlichen Ergebnisse bei extrem gesteigerter Frequenz diesen Überlegungen absolut recht geben. Die Rettungsleitstelle Schwaz scheut daher keinen Vergleiche mit den vieldiskutierten Groß- bzw. Bereichsleitstellen.


Hochmoderne Technik für optimale Koordination

Die Leitstelle befindet sich auf dem modernsten Stand der Technik. Es stehen zwei völlig identische Arbeitsplätze mit hochmoderner technischer Ausrüstung zur Verfügung. Die Alarmierung und die Einsatzvergabe erfolgt rechnergestützt und wird bis in kleinste Detail dokumentiert.

Das Funknetz für den Betriebsfunk deckt nahezu 98% des Bezirks ab und gewährleistet somit eine optimale Kommunikation zwischen der Leitstelle und den Einsatzkräften Vorort. Alle Systeme sind mehrfach redundant, (Redundanz = Ausfallsicherheit, d.h. wenn ein bestimmtes System ausfällt kann ein anderes diese Aufgaben sofort übernehmen) womit auch bei Stör- bzw. Ausfällen der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Alle Ortsstellen sind mit der Bezirksstelle in Schwaz vernetzt, dies gewährleistet einen optimalen Datenaustausch sei es bei der Transportverrechnung als auch bei innerbetrieblichen Abläufen.

 

 

 

 

 

Hauptberufliche Mitarbeiter

Martin Franberger

Johannes Glaser

Markus Kainzner

NFS

NFS

RS 

 

 

Günther Schwemberger 

Florian Stimpfl

 

NFS

RS

 

 
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